Journal 2012 Edition #36

Nr. 3, 26 September 2012

Editorial:

jedes Jahr bereise ich mit einem SWR-Kamerateam alle 13 deutschen Weinanbaugebiete: Dort portraitiere ich die amtierenden Gebietsweinköniginnen für die SWR-Sendung „Wahl der Deutschen Weinköniginnen“. Die lehrreiche Rundreise wurde in diesem Jahr zusätzlich bereichert durch den Besuch von Vertretern der Generation Riesling.

Meine Beobachtung: Die neue Winzergeneration wird weiblicher und fühlt sich noch leidenschaftlicher der Qualität verpflichtet. Was an Veränderungen im deutschen Weinbau von der Generation der heute um die 60-jährigen Weinmacher so radikal seit Ende der 80er Jahre angestoßen wurde, erfährt nunmehr eine faszinierende Fortsetzung: Weinbau 2.0 sozusagen. Das sind vielversprechende Aussichten!

Ein Termin zum Vormerken: Am 30. Oktober verleiht Weinfeder e.V. zum achten Mal den „Preis der Deutschen Weinkritik“. Dieses Mal im Presseclub Wiesbaden. Wir erwarten deutsche Spitzenwinzer und eine interessante Talk-Show mit SWR Moderator Werner Eckert zu einem aktuellen Weinthema.

Ihr Wolfgang Junglas


Themen

Themen: 

  • PORTRAIT
    Bei Württembergs Weinprüfung gibt eine junge Pfälzerin den Ton an
  • REGISTER
    Die Weinwelt trauert um Hans Ambrosi
  • REZENSIONEN
    Ampelographia Universale Storica Illustrata // Weinlese, Winzer und Weine rund um Stuttgart // Beste regionale Küche traditioneller Häuser // „Tödliche Verkostung“ macht Lust auf Nahewein
  • VERKOSTUNGEN
    Rote Kalifornier in Ehren ergraut // Aus dem „Ersten Gewächs“ wird bald das „Große Gewächs“ // Mindestens 1,5 Punkte // „Gallisches Dorf Fulda“ – Die Retter der deutschen Spätlese
  • WEINBAU
    Endlich Rettung für die Steillage // PiWis auf dem Vormarsch
  • WEINDOSSIER
    Naheland als Genuss-Region positionieren // „Den Ruf des Naheweines heben“ // Weinkritiker, Händler und Sommeliers beeindruckt // Armin Diel brachte VDP-Regionalverband in Schwung // Ungewöhnliches Jubiläum im Schlossgut Diel: „25 Jahre Kunst im Keller“
  • WEINERZEUGER
    Zukunftsweisende Wein-Architektur am Kaiserstuhl // Saint-Emilion Grand Cru: Anerkennung für Vignobles Comtes von Neipperg
  • WEINMARKEN
    Bond bevorzugt Bollinger Champagner
  • WEINRECHT
    Die neuen „As“ u. „Os“ in Frankreich
  • WEINREGIONEN
    „Riserva Storicadi Romagna“ - An die Spitze mit Sangiovese // Das „ausgezeichnete“ Wirken vom „Weinparadies Ortenau“
  • WEINREISEN
    Weinreise auf dem Breitengrad 51: Saale-Unstrut
  • WEINTRILOGIE
    Fünf Jahrhunderte Wein-Literatur

Autoren

Autoren: 

  • Wolfgang Blum
  • Harry George
  • Herbert Heil
  • Rudolf Knoll
  • Horst Kröber
  • Norbert Krupp
  • Bernhard Moser
  • Lutz Schulmann
  • Arthur Wirtzfeld
  • Heinz-Gert Woschek

Artikel

Weinreise auf dem Breitengrad 51: Saale-Unstrut

Außerhalb des Anbaugebietes Saale-Unstrut erzählt man sich gelegentlich folgenden Witz: „Warum läuten in Naumburg und Freyburg um 2 Uhr morgens alle Kirchenglocken? Damit sich alle Bewohner auf die andere Seite legen können, damit der Wein kein Loch durch die Magenwand frisst.“ Der Witz ist alt. So wie das dahinter steckende Vorurteil. Natürlich stößt der Weinbau rund um den 51. Breitengrad an seine nördlichste Grenze. Das macht die Sache nicht leicht. Doch stehen diesen schwierigen Bedingungen zum einen großartig ausgebildete Winzer, zum anderen immer raffinierter werdende Kellertechnik gegenüber...

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Zukunftsweisende Wein-Architektur am Kaiserstuhl

Wenn bislang von zukunftsweisender Wein-Architektur die Rede war, dann waren in der Regel hypermoderne Gebäude in Kalifornien, Spanien, Südtirol oder Österreich gemeint. Doch seit kurzem kann auch der Kaiserstuhl stolz sein auf eine rundum gelungene Kathedrale der Weinbereitung mit einer hochmodernen Kellertechnik, die ihresgleichen sucht. In Vogtsburg, genauer gesagt am Enselberg in Bischoffingen, hat das ortsansässige Weingut Abril eine neue Bleibe gefunden. Die neuen Eigentümer, das Ehepaar Erivan und Helga Haub, haben insgesamt 10,5 Millionen Euro in das Objekt investiert und damit das Weingut Abril, das auf eine 270-jährige Geschichte zurückblicken kann, vor dem Aus gerettet...

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Bei Württembergs Weinprüfung gibt eine junge Pfälzerin den Ton an

Man sagt den Schwaben gern nach, dass sie konservativ sind und am liebsten unter sich bleiben. So betrachtet ist das, was in der Württembergischen Qualitätsweinprüfung passierte, richtig revolutionär. Hier gibt nicht nur eine junge Frau den Ton an, sie kommt zudem aus dem „Ausland“, aus der Pfalz. Seit 2010 ist Magdalena Dreisiebner Leiterin der Qualitätsweinprüfung in Württemberg. Sie entscheidet zwar nicht unmittelbar über die Anerkennung oder Ablehnung von Anstellungen als Qualitätswein mit Zuteilung einer Prüfnummer. Aber sie hat Kontrollfunktion, ist für die Zusammensetzung der Prüfergruppen verantwortlich und ist auch unmittelbare Ansprechpartnerin für zornige Weingärtner, die mit einem Ablehnungsbescheid konfrontiert wurden und überhaupt nicht akzeptieren wollen, dass ihrem Wein ein Böckser, Mäuseln, Oxidation, UTA (Untypischer Alterungston) oder auch Flüchtige Säure attestiert wurde...

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Journal 2012 Edition #36

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