Journal 2015 Edition #47

Nr. 2/2015, 01 September 2015

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die Lese ist im vollen Gange: Das ruhige Herbstwetter erlaubt den Winzern, den optimalen Lesezeitpunkt zu wählen – wir freuen uns auf den 2015er!

Im August habe ich schon 2015er Weine verkostet: Als Jury-Mitglied beim renommierten Michelangelo Wine Award in Südafrika habe ich an sechs Tagen über 500 Weine verkostet. Mein Eindruck: Die südafrikanische Leitrebsorte Sauvignon Blanc entwickelt sich weiter weg von kräftigen, do­minanten Aromen hin zur filigranen, inter­nationalen Stilistik.

Dasselbe gilt für Bordeaux-Blends und Pinotage: Weniger Holz und mehr Aromatik sorgt dafür, die Südafrikanischen Weine den Anschluss zur Weinentwicklung auf der Nordhalbkugel halten – und dies zu einem sehr günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die europäischen Weinproduzenten werden weiterhin global herausgefordert: Der aktuelle Jahrgang bietet alle Voraus­setzungen für eine geschmackvolle Ant­wort!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst!

Ihr Wolfgang Junglas


Themen

  • WETTBEWERB:
    Weinduell auf schloss liebenstein
  • WEINGÜTER:
    Weingut Gunderloch
    Kein Knick im Weingut Bernhard Huber
    Bickel-Stumpf
    Thüringer Engstirnigkeit
    Weingut Abril
  • WEINDOSSIER:
    Moët Hennessy investiert in Tibet
    Chinas Konzerne entdecken Weinbau in Gebirgsregion
    Die Unwägbarkeiten des Weinbaus in Tibet
    Investments in Wein bedingen Subventionen und Infrastruktur
  • WEINPROJEKTE:
    Urknall in Veitshöchheim
    Breitengrad 51
    Was ist Trias?
  • PORTRAIT:
    Weintalente aus dem Wonnegau
  • WEINBERGE & REBEN:
    Pillnitzer Königlicher Weinberg
    Mythos Langenberg
    Zierfandler & Rotgipfler
  • NOTIZEN AUS DER WEINWELT:
    Spanische Premium-Weine aus Montseny?
    Lurton verabschiedet sich vom Schraubverschluss
    Champagne & Burgund sind Weltkulturerbe
    England auf dem Weg zur anerkannten Weinnation
  • MW & MS:
    Neuer Rekord bei den Masters of Wine
    Eine Erfolgsgeschichte
  • NACHRUF:
    Ehemaliger Weinbaupräsident Muth verstorben
  • REZENSIONEN: 
    Gemüse aus dem Bauerngarten
    Himmel und Erde
    Am Beispiel der Gabel
    Tantris – eine kulinarische Legende
    Kandierte Orangen
    Japan – ein Kochreisefotobuch
    Das große Buch der Lebens­mittel
    Paris kulinarisch // Das kreolische Kochbuch

Autoren

  • Hermann-Josef Berg
  • Heidi Diehl
  • Dietrich Engler
  • Marcel Friederich
  • Harry George
  • Herbert Heil
  • Rudolf Knoll
  • Norbert Krupp
  • Arthur Wirtzfeld

Artikel

Dautel besiegt Sociando-Mallet

Als er Ernst Dautel aus Bönnigheim darauf ansprach und ihm erklärte, dass er Château Sociando-Mallet als Gegner ausersehen hatte, schüttelte sich der bodenständige Winzer zunächst und stellte sich die Frage: „Kann ich mich da überhaupt annähernd behaupten oder blamiere ich mich? Doch Sohn Christian, der 2013 den angesehenen 13-Hektar-Betrieb übernahm und unter anderem ein Studienjahr in Bordeaux hinter sich gebracht hatte, stärkte dem Vater den Rücken für die Cuvée „Kreation Rot“, die dieser nach Bordelaiser Vorbild seit 1990 vinifizierte. Dass der Konkurrent aus der Appellation Haut-Médoc in manchen Führern in der ...

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Südtifol: Die Positiven Auswirkungen eines Sekt-Verbotes

Vom Morgengrauen bis zum Einbruch der Nacht fährt Litsing-Gerong von Weinberg zu Weinberg, von Dorf zu Dorf, um den Bauern Anweisungen zu geben, was sie mit ihren unförmigen oder kränklichen Trauben tun sollen. Die Wege zu den Dörfern sind fast unbefahrbar, der Geländewagen muss sich ständig über schlammige, holprige und kurvige Straßen quälen. Pausen gönnt sich Litsing-Gering nur wenige, doch dann wartet eine Belohnung: Der Duft und der Geschmack von Rotwein verschaffen seinem müden, durchgerüttelten Körper etwas Erleichterung – jedenfalls fühlt er das so ...

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Talente aus dem Wonnegau

Es scheint das Credo der jungen, aufstrebenden Winzer aus Rheinhessen zu sein: In den Weinen müsse man die Herkunft schmecken können. Nun mag dieser Anspruch schwer verständlich sein, trivial ist er deswegen nicht. Dahinter steht das Verständnis, aus den gebietstypischen Böden optimal qualitätsorientierte Weine hervorzubringen und den Charakter der Region zu bewahren. Als konsequenter Vertreter dieser Philosophie gilt das Wein­gut Spiess (Riederbacherhof) in Becht­heim. Es war auch das erste rheinhessische Mit­glied in der Nachhaltigkeits­initiative „Fair’n Green“. Johannes Spiess (29) redet bisweilen wie ein Alter: souverän, kompetent, bodenständig. Diplomatie sei nicht „sein Ding“ – er bringe gerne das Herz auf die Zunge. Und ...

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