Journal 2015 Edition #51

Nr. 2/2017, Andorra, 19 Juli 2017

Editorial

2017 scheint der Klimawandel im Weinbau wieder deutliche Zeichen zu setzen: Spät­fröste im April, sintflutartige punktuelle Nieder­schläge, Sturmschäden an Draht­rahmenan­lagen – und dann kam auch noch der Hagel. Mengenprognosen für den 2017er mag noch niemand abgeben – wer weiß, was in den Weinbergen noch alles passiert.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit Wissenschaftlern aus aller Welt hat in einer Studie Schäden im Weinbau ermittelt. Die Verluste addieren sich auf mehr als zehn Milliarden US-Dollar durch zerstörte Ver­mögenswerte, Produktionsausfälle und entgangene Gewinne. Die Studie erfasst mehr als 7.500 Weinbaugebiete in 131 Ländern. Weltweit gibt es kein Weinbaugebiet, das nicht von Extremwetter oder Naturkatastro­phen bedroht ist. Die Forscher rechnen mit einer Verschiebung der Weinbaugebiete nach Süden und nach Norden: Weiter nördlich und südlich können neue Weinregionen entstehen, am Äquator dagegen einige Wein­regionen verloren gehen. „Die englischen, kanadischen und nordchinesischen Weinre­gionen werden voraussichtlich ihre Pro­duktion deutlich steigern“, prognostiziert Dr. James Daniell.

Deutschland könnte zu den Gewinnern gehören – auch wenn noch nicht klar ist, welche Rebsorten zu den Profiteuren gehören werden. Weinbau im Wandel – es bleibt spannend!

Ihr Wolfgang Junglas


Themen

  • AUSZUG AUS DEM INHALT:
    Erst verschmäht, dann hoffiert – die Geschichte von Buglioni
    Gute Winzer machen keine Kompormisse
    Die junge Südpfalz – da wächst was nach
    Zauberhafte "Hexen" – Kampaniens Winzerinnen
    Meinzer Winzer – Enklave ade
    Neues aus der Schwefelküche
    Terra Inkognika – Frankens Norden
    Selbstentlarvung der Weinprämierung Rheinhessen
    Australiens Winzer erobern Weinmarkt in Marokko
    Château Mildura – Pioniertat der Brüder Chaffey
    Trollinger – der Unterschätzte
    Stupore – das toskanische Juwel von Campo alle Comete
    Macht Landwein in Deutschland Karriere?
    Ein Loblied auf gereifte Weine
    Brono und die Weine des Périgord
    Châteauneuf-du-Page – heute vinophiles Eldorado
    Wo die Felsen zart sind - Château Fines Roches
    Luveron – Aufbruch aus dem Durchschnitt
    Ein Besuch im Vineum Bodensee
    Angela Markel beeindruckt Weinelf
    Bürgerspital: Etwas neues braucht das Land
    Weinkompass Mosel – 50 Straussenwirtschaften
    Des Autors Know-How machts spannend
    Der Weingraf Matuschka-Greiffenclau

Autoren

  • Hermann-Josef Berg
  • Heidi Diehl
  • Harry George
  • Wolfgang Junglas
  • Rudolf Knoll
  • Stefan Krimm
  • Horst Kröber
  • Norbert Krupp
  • Matthias Mangold
  • Martin Sachse-Weinert
  • Arthur Wirtzfeld

Artikel

Erst verschmäht, dann hofiert – die Geschichte von Buglioni

Es gab die Zeit, da die Familie Buglioni aus San Pietro in Cariano ihre Trauben den großen Erzeugern der Region anbot, darunter Tommasi, Allegrini, Masi und Speri. Heute erinnert sich Mariano Buglioni an diese Zeit und erzählt: "Alle Produzenten, denen ich unsere Trauben anbot, sagten mir, wir brauchen nicht mehr Trauben, wir haben genug. Und ich sagte, ich will kein Geld, Ihr bekommt sie umsonst. Ok, sagten sie, wir nehmen die Trauben, aber du musst sie uns bringen ..."

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Keine Hexen aber zauberhaft: Winzerinnen in Kampanien

„Am Anfang war es verflixt schwer!“, berichtet Anna Chiara Mustilli, die zu­sammen mit ihrer Schwester Paola das Weingut Mustilli in Sant‘Agata dei Goti führt. „Die Belegschaft meines Vaters, lauter gestandene Männer mit viel Er­fahrung, aber eben auch festgefahrenen Vorstel­lungen, wie in Weinberg und Kel­ler zu verfahren sei, begegnete mir misstrauisch, ja störrisch ..."

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Neues aus der „Schwefelküche“ – Änderung der Deklarationspflicht

“Diese Weine schmecken aber schon leicht firn und etwas phenolisch!” Winzer mögen es nicht, so auf ihre neuen Jahrgangsweine oder jene aus dem vorangegangen Herbst angesprochen zu werden. Entweder erntet der Frager ein Achselzucken oder diverse Begründungen: mangelnde physiologische Reife, Entlaubung, Trauben­reduzierung am Stock und so weiter. Wer die Chuzpe besitzt und die fragende Bemerkung einwirft, ob es denn an zu wenig Schwefel liegen könnte, erhält – bisweilen wie aus der Pistole geschossen – die Antwort, dass nur so wenig Schwefel wie nötig verwendet wurde. Ergebnis: Verunsicherung beim Verbraucher – jetzt reagiert er mit Achselzucken ...

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