Journal 2018 Edition #53

Nr. 1/2018, Deutschland, 01 Juni 2018

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, mit Blick auf die steigenden Temperaturen beginnt die Bewerbung von „Saisonweinen”: Noch ist es an der Zeit für Spargelweine und die Zeit für Sommerweine steht bevor. Der Begriff „Sommerwein” ist na­tür­lich ein reiner Marketingbegriff – man kennt ihn nur im Norden Europas, im Mittelmeerraum wird er nicht verwendet. Nichts gegen spezielle Rebsorten, deren Genuss besonders geeignet bei höheren Temperaturen ist: Letztlich bleibt sowieso alles Geschmacksache.

Im Süden Europas ist es im Sommer recht heiß – trotzdem wird Rotwein bevorzugt.

Aktuell beschäftigt die Winzer ohnehin eine andere Frage: Die europäische Datenschutzverordnung hat bei vielen Verunsicherung ausgelöst. Über Jahre mühevoll aufgebaute Verteiler für News­letter müssen bestätigt werden.

Sicher eine mühsame Aufgabe – aber der Schutz der personenbezogenen Daten schützt uns alle. Das sollte uns die Mühe wert sein. Und ich freue mich weiter über Newsletter von Winzern – selbst wenn es eine Empfehlung für Sommerweine ist.

Ich wünsche einen schönen Sommer!

Ihr Wolfgang Junglas


Themen

AUSZUG AUS DEM INHALT:

  • Der Reiz der reifen Roten
  • Ein Rheingauer „Fritz Keller” namens Weil
  • Eleonora Marconi bei Masseto
  • Malvasier-Weingut Wohlgemuth-Schnürr
  • Neues wineBANK-Flaggschiff
  • Weinmachen mit Fingerspitzengefühl und Herzblut
  • Naturalweine: Das Prinzip Hoffnung
  • Weinelf will Europameister werden
  • Probiert und verliebt
  • Jauch, Beckenbauer & Reitzle
  • Roter Veltliner – eine (Wieder-)Entdeckung
  • Rotweine Lang
  • Das berührende Trio
  • Flammen – so weit das Auge reicht
  • Silvaner Extreme
  • Beachtliche Vertikale in Nordheim am Main
  • Die Kunst der Weinbewertung Mundus Vini
  • Vacqueyras und sein vinophiles Dasein
  • La Vialla – Toskana-Träume und ihre Erfüllung
  • Sardinien – Paradies für Feinschmecker
  • Guide zur „Magie der 1.000 Hügel”

Autoren

  • Hermann-Josef Berg
  • Britta Binzer
  • Wolfgang Junglas
  • Rudolf Knoll
  • Dr. Stefan Krimm
  • Norbert Krupp
  • Dr. Martin Sachse-Weinert
  • Arthur Wirtzfeld

Artikel

Eleonora Marconi – neue Weinmacherin bei Masseto

An vielen Arbeitsplätzen kann es große ge­schlechts­spezifische Unterschiede geben, im Weinbereich ist das Verhältnis längst beispielhaft aufgebrochen. Gerade hier rücken Frauen immer mehr in den Fokus und besetzen Spitzenjobs in Produktion und Vertrieb. Nicht nur die Konsu­mentinnen überwiegen, auch die Zahl der Win­zerinnen und Sommelierèn steigt stetig. Es gibt wahrscheinlich zahllose Gründe, warum Frauen in der Weinbe­reitung auf dem Vor­marsch sind – über Quo­ten, Leidenschaften und Helden sprach ich mit Eleonora Marconi. Ihre Weinpassion habe sie schon im Gymnasium entdeckt und direkt anschließend als Einstieg in die Weinwelt Sommelierkurse besucht, erzählte Eleonora Marconi, eine attraktive junge Frau, die zudem noch eine sympathische Stimme am Telefon hat ...

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Der Reiz der reifen Roten

Bordeauxweine und feine Burgunder können im Alter für viel Genuss sorgen. Aber ist das auch bei deutschen und österreichischen Weinen der Fall? Sehr wohl, wenn die Quellen gut oder sehr gut waren. Beispiele dafür gibt es ge­nug. So entkorkte der Pfälzer Friedrich Becker, der in Weinführern für seine jungen Burgunder seit etlichen Jahren hohe Noten einheimst, anlässlich seines 70. Geburtstages einige Gewächse aus den 1990er-Jahren, die alle noch in sehr guter, frischer Verfassung waren und sich neben sündteuren „Piraten” aus der Bour­gogne bestens behaupten konnten. Ein 2008er des Schweigener Rotwein-Stars belegte kürzlich bei einer hochkarätigen Probe dieses Jahrgangs mit Weinen aus Deutsch­land, der Schweiz und Österreich den zweiten Platz, knapp hinter einem Burgunder des Franken Fürst. Unter den knapp 30 Weinen, die aufgeboten wurden (alle aus 2008), war lediglich ein Wein dem Alter zum Opfer gefallen; er duftete nach Rasier­wasser. Bei zwei weiteren, die schwächelten, war der Kork der Grund …

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La Vialla – Toskana-Träume und ihre Erfüllung

Zugegeben, zuerst war ich misstrauisch wegen etwas viel Bio und „corporate design”: das grobe Packpapier, die runde Kinderschrift auf allen Seiten des bunten Informationsmaterials, die vielen lachenden Gesichter, das erkennbare Bemühen, Bilder von einer heilen ländlichen Welt in der von vielen Deutschen oft unkritisch geliebten Toskana zu liefern. Das sah nach dem gezielten Erfüllen von Sehn­süchten und einem überaus effizienten Marketing­konzept aus. Und im Hintergrund die Fotos der bestfrisierten, fröhlichen, angeblich weinbauenden Brüder Lo Franco in gut geschnittenen hellen oder von Butcher’s Stripes gezierten Hemden ...

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