Journal 2018 Edition #54

Nr. 2/2018, Deutschland, 01 Oktober 2018

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, erlauben Sie mir einen kurzen Rückblick: Auf meinen Bericht „Die Kunst der Weinbewertung“ im Weinfeder Journal #53 habe ich zwei Zuschriften erhalten: Rudi Knoll weist darauf hin, dass auch bei VINUM schon früh bewertende Verkos­tungen durchgeführt wurden.

Klaus Herrmann von Wein+Markt schreibt (Zitat): „Bereits zum Start meiner Aus­bil­dung im Weingut des Fürsten zu Hohen­lohe in den 1970er-Jahren brachte man mir die Tech­nik der systematischen Weinver­kostung bei. Während meiner Zeit in Geisenheim Anfang der 1980er-Jahre stand Weinsensorik für vier Semester auf dem Stundenplan. Ganz zu schweigen von den Vorproben zu den Versteigerungen der Naturweinversteigerer zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch das waren schon immer systematische fachliche Verkostungen.”

Ich wollte im besagten Artikel keinesfalls den Eindruck erwecken, als sei Michael Hornickel der Erste gewesen, der systematisch Wein verkostet hat. Aber er hat sicher einen wichtigen Beitrag zur publizierten Verkostungskultur in Deutschland geleistet. Das Thema „bewertende Weinverkostung“ scheint mir eine intensivere Recherche wert zu sein.

Zum aktuellen Jahrgang: Trotz eines ungewöhnlich trockenen Jahres ist die Qualität der Trauben und die Quantität des Mostes 2018 in Deutschland sehr vielversprechend. Wir können uns auf einen außergewöhnlichen Weinjahrgang freuen!

Ich wünsche einen schönen Herbst!

Ihr Wolfgang Junglas


Themen

AUSZUG AUS DEM INHALT:

  • DIE GEFÄHRTEN – Wein-Powerfrauen und ihre Geschichten
  • Der Weinsammler und der Hubacker-Riesling
  • Trockener Wein? Das kann nicht sein!
  • 11/10 österreichische WeinFrauen
  • Ein legendärer Pfälzer im Glas
  • Domdechaney die Weinlage
  • ALte vergessene Sorten im fokus
  • Sektklassifikation Österreich liegt vorne
  • Kann man unvergleichliche Weine vergleichen?
  • Kooperation Sauer & Macionga
  • Bordeaux besiegt die weinfälscher Chinas
  • Singapur – Asiens Plattform für Wein
  • RFID – Selbstbedienung von Alkoholika
  • Der bocksbeutelautomat kontra Gastronomie
  • Weinfehler ade – Magnetischen Polymeren sei Dank
  • 15.000 Euro für 1921er Riesling TBA
  • Alexa hilft bei der ersten Weinprobe
  • Eine Reise ins Weinland Sachsen
  • Zwanzig wein-Jahrgänge Château Gruaud Larose
  • Es hat nicht sollen sein
  • 99mal Rheingau
  • Vom Einfachsten das Beste
  • MUST fermenting ideas – Weingipfel auf Portugiesisch

Autoren

  • Marcel Friederich
  • Wolfgang Junglas
  • Rudolf Knoll
  • Norbert Krupp
  • Dr. Martin Sachse-Weinert
  • Peter W. Schneider
  • Heiko T. Taudien
  • Arthur Wirtzfeld

Artikel

DIE GEFÄHRTEN – Wein-Powerfrauen und ihre Geschichten

Adel umgibt seit jeher eine gewisse Faszination. Sei es nun das englische Königshaus mit seinen strikten Traditionen, Monacos glamouröses Fürstenpaar oder der Mythos um Romy Schneider als Kaiserin Sissi. Eine deutsche Adelsfamilie hat nun den Power-Frauen ihrer Dynastie eine Hommage gewidmet. Es geht um das fränkische Adelsgeschlecht Castell-Castell, bekannt für die von ihnen geführte älteste Privatbank Bayerns und die vielfach prämierten Weine der Fürstlichen Domäne. Es ist ein erneutes Ausrufezeichen, das Hausherr Ferdinand Fürst zu Castell-Castell mit seinem neuen Verwaltungs-Team setzt, allen voran mit dem Weingutsleiter Peter Geil und der Vertriebsleiterin Katrin Oberländer. Mit der Lancierung des Frænzi Frizzante Bavaraese hatte die Domäne Castell im Jahr 2001 einen eher zufälligen Volltreffer gelandet und damit bis heute großen Erfolg. Der Frænzi, bisher vielfach kopiert, aber in der Qualität nie übertroffen, ist der Ausdruck eines modernen Denkens einer Familie, die nicht in Jahrzehnten, sondern in Jahrhunderten rechnet ...

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Trockener Wein? Das kann doch nicht sein!

Es sind so typische Geschichten, die das Leben schreibt. Man begegnet, man erlebt Menschen und weiß doch nichts von ihnen. Man schiebt Vorurteile vor, um es sich bequem zu machen. Sicherlich kann man sich nicht für jeden interessieren. Aber ab und an trifft man auf Charaktere, die inspirieren, die einen erreichen. Von so einer Begegnung, einer Lebensgeschichte, gefüllt von Zufall, Wissensdurst, Ehrgeiz, Zähigkeit, Ausdauer und Talent, die und dessen Protagonist mich beeindruckt haben, möchte ich erzählen ...

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La Vialla – Toskana-Träume und ihre Erfüllung

„Jetzt können wir endlich um die Häuser ziehen“, lachte Birgit Eichinger, Winzerin in Straß im Straßertale, als sie bei einer Präsentation in Wien zu hören bekam, dass ein besonderer Verein in Österreich 18 Jahre alt und damit volljährig geworden war. Im Jahr 2000 hatten sich elf Winzerinnen zusammengefunden, die in ihren Betrieben eine entscheidende Rolle spielten und den in der österreichischen Weinwelt doch etwas dominanten Herren der Schöpfung aufzeigen wollten, dass sie sich auf deren Handwerk durchaus verstehen. „11 Frauen und ihre Weine“ wurde dieser Club benannt. Der Titel mag zwar etwas langweilig klingen, aber das trifft nicht auf die beteiligten Damen zu, die allesamt mit beachtlichen Qualitäten aufwarten ...

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