Journal 2019 Edition #58

Nr. 3/2019, Deutschland, 01 Februar 2019

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

großes Interesse: Rund 100 Zuhörer kamen auf der VINEXPO Bordeaux zu der Talkshow „Wine journalism in digital times“. In der von mir moderierten Veranstaltung gaben Felicity Carter (Meininger’s wine business international), Amy Gross und Bernard Burtschy einen Ausblick auf die Zu­kunft des Weinjournalismus. Carter ist skeptisch, was die Zukunft von Printjournalismus angeht, Gross setzt auf Algorithmen, die den Weinkonsu­menten per App beraten.

Im Oktober beginne ich mit einem Lehrauftrag an der Hochschule Geisen­­­­heim zum Thema „Storytelling in Social Media“. Ich freue mich auf die spannende Aufgabe: Die Form ändert sich, aber der Kern der Ge­schichten bleibt bestehen.
Wie auch immer Kommunikation in Zukunft aussehen wird – ob digital oder analog: Das Kulturgut Wein lebt von Geschichten und Mythen, die auch in Zukunft erzählt werden.

Die nächste Geschichte beginnt in diesem Herbst: Wie wird der Jahrgang in Zeiten des Klimawandels? Lasst uns die Geschich­te erzählen!

Ich wünsche Ihnen einen goldenen Herbst!

Ihr Wolfgang Junglas


Themen

AUSZUG AUS DEM INHALT

 DOSSIER

  • Route Marco de Jerez
  • Caramba, Caracho, Sherry, olé!
  • Kathedralen der Criadera- und Solera-Systeme

INTERVIEWS

  • Stephan Danner
  • Ein Rheinhesse in Franken
  • Der Eifler Jung

WEINSTORIES

  • Der Rote Granat
  • Rebzüchter Dr. Friedrich Zweigelt
  • Weingut Arndt F. Werner
  • Catherine Faller
  • Das „Dreiländereck“ auf dem Weg zur DNA
  • Wenn die Burenziege im Weinberg der Heidschnucke weichen muss
  • Prosecco DOCG zum Weltkulturerbe ernannt
  • Deutschlands höchster Weinberg im Allgäu ist offiziell anerkannt
  • Reben in den Breitwiesen dienten 1219 als Sicherheit
  • Forza, Soave!
  • Buchbinder Wanninger und der Beauty-Secco „Ambrosium“
  • Chambertin Clos de Bèze Weingeschichte über Eifersucht
  • Der Mann, der die Marke Blue Nun weltweit populär machte
  • Keller und Dönnhoff schossen denVogel ab

Autoren

  • Hermann-Josef Berg
  • Marcel Friederich
  • Rudolf Knoll
  • Norbert Krupp
  • Arthur Wirtzfeld

Artikel

Der Rote Granat

Die tiefe rote Farbe ließ keinen Ansatz von Reife erkennen. Feine animierende Aromen kitzelten die Nase. Im Geschmackpräsentierte sich die Cuvée von Lemberger und Zweigelt elegant, vielschichtig, mit Tiefgang. Blind verkostet hätte man diesen Wein aus dem Württemberger Remstal auf ein Alter von vielleicht zehn, maximal 15 Jahren geschätzt. Aber es handelte sich um einen „Granat“ des Jahrgangs 1990, der damals 0,66 Hektar Reben entsprang, mit denen Albrecht Schwegler aus Korb zusammen mit seiner Frau Andrea als Garagenwinzer startete ...

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Rebsorte Zweigeltim kritischen Visier – Der Züchter war ein glühender Nazi

Dass Rebsorten nach dem Namen ihrer Züchter benannt wurden, ist eher selten in der Weingeschichte. August Herold (1902-1973), der „Vater“ von Kerner, Hölder, Helfensteiner etc. war so einer. Er vermählte 1929 Blauen Portugieser und Lemberger zur Heroldrebe, die aber nie eine große Karriere machte. Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau (1850–1927) ist der Züchter von Müller-Thurgau, einer Sorte, die 1882 in Geisenheim gekreuzt wurde und richtig Karriere machte. Sie stand sogar schon auf Platz eins der deutschen Sortenstatistik (vor 40 Jahren mit rund 24.500 Hektar). Beiden Herren kann im Rückblick ein guter persönlicher Leumund bescheinigt werden. Gleiches gilt für ...

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Kathedralen der Criadera- und Solera-Systeme

In den Dossier-Beiträgen „Route Marco de Jerez“ habe ich über die Weinregion rund um Jerez berichtet und in „Caramba, Caracho, Sherry, olé!“ die Produktionsweise des Sherrys erläutert. Im Folgenden finden Sie Empfehlungen für Besuche bei bemerkenswerten Bodegas. Alle gehören sie der weinproduzierenden Region mit ihrer geschützten Ursprungsbe­zeichnung „Jerez-Xérèx-Sherry“ und „Manzanilla-Sanlúcar de Barrameda“ an. Und alle beherrschen sie die klassische Sherry-Produktion. Freuen  Sie sich auf Erlebnisse der besonderen Art! 15 Bodegas, die Sie besuchen sollten, stelle ich Ihnen einzeln vor ...

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