Duijn, Vollenweider, Hammond

Erstmalig vergibt die "Weinfeder e.V. - Verband der deutschsprachigen Weinpublizisten" den "Förderpreis der Deutschen Weinkritik". Die Preisträger sind: Jacob Duijn (Weingut Duijn in Bühl, Baden), Daniel Vollenweider (Weingut Vollenweider, Traben-Trarbach) und Anthony Robert Hammond (The Garage Winery, Oestrich-Winkel)

Laudatio

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Preisträger

Jacob Duijn

„Pinot Noir ist mein Leben“ - „Wein ist weit mehr als Geschmack.“

Ein führender Weinkritiker bringt es auf den Punkt. Wer Wein verstehen will, muss sich vor allem Wissen aneignen. Jacob Duijn beschäftigt sich, besser gesagt, lebt seit mehr als 30 Jahren die Passion Wein. Als Sommelier in renommierten Häusern, wie z.B. bei Eckart Witzigmann oder später als Verkaufsleiter der Bremer Importfirma Segnitz. Dieses umfangreiche Weinwissen hat er sich zu Nutze gemacht, um selbst als Winzer (seit 1994) die Quintessenz seines eigenen „guten Geschmacks“ in die Flasche zu bringen.

Wer mit Jacob Duijn ins Gespräch kommt, wird schnell feststellen, „Small Talk“ ist hier fehl am Platze. Der gebürtige Holländer denkt und handelt mit Tiefgang. Authentisch, leidenschaftlich, oftmals als leicht kantig, könnte man den Quereinsteiger beschreiben. Die Handwerkskunst zum Winzer musste er sich selbst beibringen, denn auf eine jahrelange Tradition im eigenen Familienbetrieb kann Jacob Duijn nicht zurückblicken.

Dennoch ist Jacob ein Verfechter der Tradition, so hat er sich mit seiner ganzen Begeisterung der Biodynamie verschrieben. Dabei haben sich Schillers Worte bei ihm als Leitsatz verinnerlicht: „Der gebildete Mensch macht sich die Natur zum Freund.“

Jacob Duijn ist die Hinwendung zur Moderne, ohne Vernachlässigung der menschlichen Handwerkskunst, durch sein feines Gespür, perfekt gelungen. Seine Weine sind der beseelte Spiegel seines unermüdlichen Strebens nach Eigenständigkeit


Daniel Vollenweider

Der Traum vom Riesling

Eigentlich ist Egon Müller an allem schuld: eine 1990er »Scharzhofberg Suslese« verdrehte dem jungen Schweizer Daniel Vollenweider derart den Kopf, dass er 1999 einfach sein eigenes Weingut gründen musste. In zweiter Ausbildung Winzer, belebte er fast ohne Kapital, doch mit um so mehr Enthusiasmus 1 ha der fast vergessenen »Wolfer Goldgrube« wieder. Heute sind daraus rund 4 ha meist nicht flurbereinigter Parzellen in Steil- bis Steilstlagen geworden, mit einem großen Bestand an sehr alten, wurzelechten Rieslingreben. In der traditionsreichen Weinhandelsstadt Traben-Trarbach gelegen, ist das vielfach ausgezeichnete Gut heute eines der führenden der Mittelmosel.


Antony Robert Hammond

"Der gebürtige Amerikaner Anthony Hammond präsentiert seine Weine sehr fantasievoll und in origineller Aufmachung. Seinen Betrieb bezeichnet er augenzwinkernd als Garage-Winery. Dieser moderne Stil setzt sich in seinen Weinen fort: Der Auxerrois ist deutlich vom Holz geprägt und zeigt burgundische Anklänge. Besonders gefallen uns die spontanvergorenen Rieslinge »Wild Thing« (feinherb, 85 Punkte) sowie »Old School« (trocken, 86 Punkte), beide aus dem Rüdesheimer Berg Roseneck. Da uns die Qualität der Weine überzeugen konnte, freuen wir uns, diesen Betrieb in diesem Jahr als besonderen Farbtupfer in unserem Führer willkommen zu heißen", schreibt der Gault&Millau (Deutschland)

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