Klitzekleiner Ring

Zum siebten Mal vergibt "Weinfeder e.V." - Vereinigung der deutschsprachigen Weinpublizisten den "Preis der Deutschen Weinkritik". Ausgezeichnet wurden in 2011 die Winzerinitiative der "Klitzekleine Ring" von der Mosel. Die elf Weingüter engagieren sich vorbildlich für den Erhalt des Steillagen Weinbaus an der Mosel.

Laudatio

Der Name "Klitzekleiner Ring" (KKR) sei eine Anspielung auf den Großen Ring und den Bernkasteler Ring, erklärte Rudolf Knoll, als er den Preisträger des Jahres 2011 präsentierte.

Die elf Weingüter aus dem Umland Traben-Trarbachs arbeiten seit einigen Jahren zusammen, um den Rieslinganbau in Steillagen zu pflegen. Ihr Selbstverständnis: "Uns verbindet die Liebe zum Weinmachen ebenso wie der Wunsch, die Kultur der Region für nachfolgende Generationen zu bewahren." Sogar ein gebürtiger Schweizer, David Vollenweider, gehört zu der Gruppe, seit er sich in den 90er-Jahren in eine Auslese Egon  Müllers verliebt hat, die ihn zum Winzer werden ließ. Die Mitglieder des KKR pflegen einen regen Erfahrungsaustausch und beraten sich gegenseitig, was zu einem deutlichen Aufwärtstrend in den Betrieben geführt hat. Einige sind schon im Gault Millau WeinGuide und anderen Führern gut bewertet. Das Wichtigste für den KKR ist das Bemühen um eine echte Bergrettung, und so heißt auch ihre gemeinsame Marke, die für restsüß ausgebaute Riesling-Spätlesen steht. "Wenn man in den Genuss solcher Weine kommt, lernt man die Mühe, die sich die Winzer damit schon im Weinberg machen, noch viel mehr zu schätzen", bestätigte Knoll den Steillagen-Winzern.

Preisträger

Der Klitzekleine Ring ist ein Zusammenschluss von elf Weingütern in der Umgebung von Traben-Trarbach. Uns verbindet die Liebe zum Weinmachen ebenso wie der Wunsch, die Kultur der Region für nachfolgende Generationen zu bewahren. Dieser Kombination entstammen denn auch unsere »Kinder«: Rieslinge mit dem programmatischen Namen »Bergrettung«.

"Programmatisch deshalb, weil wir diese Weine gemeinschaftlich im Rahmen unseres Projektes zur Rettung und Pflege wertvoller Steil- und Steilstlagen an der Mosel erzeugen; in Lagen, die sonst nicht mehr bewirtschaftet würden. So können wir auf schmackhafte Weise einen weiteren Beitrag zum Erhalt einer der großartigsten Kulturlandschaften in der Welt des Weines leisten und mithelfen, ein fast einmaliges weinbauliches Erbe zu sichern."

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