Proschwitz - Lützkendorf - Pawis

Zum dritten Mal vergibt "Weinfeder e.V. - Vereinigung der deutschsprachigen Weinpublizisten" den "Förderpreis der Deutschen Weinkritik". In diesem Jahr geht der Preis an "Schloss Proschwitz", "Weingut Lützkendorf" und "Weingut Pawis". Mit der Auszeichnung würdigt die Weinfeder deren Leistungen für den Weinbau in Sachsen und Saale-Unstrut.

Laudatio

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Preisträger

SCHLOSS PROSCHWITZ

"Herzlich Willkommen, im Weingut Schloss Proschwitz und in Deutschlands kleinstem Weinanbaugebiet, Sachsen!", begrüßt Prinz zur Lippe seine Gäste.

"Wein ist für mich ein genussvolles und authentisches Zusammenspiel von Weinberg, Klima und den Menschen unseres Weingutes. Der im Herbst geerntete Traubenmost hat für mich viel mit einem Rohdiamanten zu tun. Im Keller gilt es nur minimal auf den Wein einzuwirken, um seine Karat-Zahl zu erhalten und gleichzeitig den Wein zum Glänzen zu bringen. Grundlage all dessen ist unser Bestreben, die Weinberge so naturnah wie möglich in Balance zu halten, um auch zukünftigen Generationen eine nachhaltige Fortführung des Weinbaus zu ermöglichen."

WEINGUT LÜTZKENDORF

Über das Weingut Lützkendorf schreibt der Gault&Millau (Detuschland): "Das Weingut Lützkendorf hatte sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Gerade schwierige Jahrgänge wie 2010 wurden gut gemeistert. Mittlerweile hat Uwe Lützkendorf eine ganz eigene Stilistik, welche sich stark von der anderer Weingüter unterscheidet. Die Weine der Toplage Hohe Gräte in Karsdorf wachsen auf Gipskeuperböden. Hier hat der Winzer in den letzten Jahren weiter Reben gepflanzt, denn das Potenzial dieser Lage ist eindeutig. Die Mineralität und die Säurestruktur dieser Weine kommen in diesem Jahr sehr deutlich hervor, teilweise sogar leichte Bitternoten. Eine Stilistik, welche sicher polarisierend wirkt, denn einfache Zechweine sind die Rieslinge und Weißburgunder bei Weitem nicht. Im Jahrgang 2011 bevorzugen wir eher die Weißburgunder, die Rieslinge sind teilweise sehr in der Frucht reduziert. Neben den Gutsweinen werden jetzt auch Lagenweine und eben »Große Gewächse« angestrebt, eine bessere Unterscheidung auf den Flaschen steht aber noch aus."

WEINGUT PAWIS

Über das Weingut Lützkendorf schreibt der Gault&Millau (Detuschland): Der allseits umtriebige und aktive Bernard Pawis hat nach zahlreichen Investitionen rund um das Weingut und erweiterter Rebfläche seine Position gefestigt. Nachdem sich der Winzer im schwierigen Jahr 2010 sehr gut beweisen konnte, kann man dieses Jahr wieder von einer mengenmäßig normalen Ernte sprechen. Begeistern können vor allem die Kabinette und Spätlesen, Weine mit einem extrem guten Preis-Genuss-Verhältnis in der Region. Vor allem die Rieslinge und der trocken ausgebaute Traminer zeigen hier ihre Stärken. Gute Alkoholwerte und viel Frucht bei animierenden Säuren sind hier das Hauptaugenmerk von Bernard Pawis gewesen. Bei den Großen Gewächsen müssen wir leichte Abstriche beim Riesling machen. Diesem fehlt es etwas an Tiefe, die Burgunder, vor allem der Grauburgunder, bestechen dagegen mit viel Würze und moderatem Holzeinsatz. Bei den Rotweinen ist das Bild etwas gespalten, die 2010er Weine sind recht schlank ausgefallen, die 2011er wirken zu früh gefüllt.

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